Johann Michael Bossard, Eddasaal im Wohn- und Atelierhaus des Künstlers © Stiftung Kunststätte Bossard, Jesteburg.
Wohn-und Atelierhaus Nordseite © Stiftung Kunststätte Bossard, Jesteburg.
Westfassade des Kunsttempels © Stiftung Kunststätte Bossard, Jesteburg.

 

Yesterday‘s future. Die Vision einer neuen Gesellschaft im Gesamtkunstwerk

Vortrag & Diskussion zu Bossard von Magdalena Schulz

16.März 2018 um 19 Uhr

Der nachtspeicher23 feiert sein 10-jähriges Jubiläum unter dem Motto „The future is now“ und will 2018 in seinen Ausstellungen danach fragen, wie der technische Fortschritt die künstlerischen Möglichkeiten, aber auch die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung beeinflusst. Der Vortrag der Kunsthistorikerin Magdalena Schulz widmet sich der Frage, wie in der Vergangenheit Zukunftsutopien das künstlerische Schaffen beeinflusst haben. Schon seit vielen Jahrhunderten entwickeln bildende Künstler, Schriftsteller oder auch Komponisten Visionen einer neuen Zukunft in ihren Werken. Was waren ihre Beweggründe? Wie ist ihr Verhältnis zu Gegenwart und Zukunft? Wie kann Kunst die zukünftige Gesellschaft beeinflussen? Sind ihre Visionen heute Wirklichkeit? Diese und weitere Fragen untersucht Schulz in ihrem Vortrag anhand eines kurzen historischen Überblicks sowie der genaueren Analyse des ungewöhnlichen Gesamtkunstwerks des Schweizer Bildhauers und Maler Johann Michael Bossard (1874-1950).

Magdalena Schulz M.A. studierte Kunstgeschichte in Freiburg i.Br., Colchester/England und in Hamburg. 2007 machte sie ihren Magisterabschluss und arbeitet seither an der Kunststätte Bossard in Jesteburg. Ihre im Februar 2017 abgeschlossene Dissertationsschrift untersucht das Künstlerhaus als Gesamtkunstwerk und ist die erste umfassende Forschungsarbeit zum expressionistischen Gesamtkunstwerk Johann Michael Bossards.