Veronika Burger, Sam Gora, Hadas Emma Kedar - VERSCHOBEN!

Eigentlich hätten wir am 05.06.2020 die Ausstellung der Künstler Veronika Burger, Sam Gora und Hadas Emma Kedar eröffnet. Corona-bedingt kann diese Ausstellung nicht stattfinden, wir bemühen uns aber um einen Ersatztermin und halten Euch auf dem Laufenden!

Die drei Künstlerinnen dieser Ausstellung setzen sich jede auf ihre Weise mit der Maschinerie der Kunstbranche auseinander. Dabei decken sie die Konstellationen auf, die absichtlich oder zufällig zur Schreibung von (Kunst-) Geschichte führen.

Hadas Emma Kedar beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von fake news und künstlerischen Methoden. In ihrer Video-Arbeit »the Thomann in(ter)vention« erzählt sie die Geschichte des Kollektivs monochrom, welches anlässlich der Sao Paulo Biennale 2002 die fiktive Identität des Künstlers Georg Paul Thomann kreierte. Mit viel Humor schildert das Video, wie sich durch den Einfluss der Medien und der Akteur*innen der Kunstbranche die Geschichtsschreibung über den erfundenen Künstler verselbstständigte.

Veronika Burger beleuchtet dagegen ihre eigene Identität als Künstlerin. Für ihr Video »songs of fortune« besuchte sie mehrere Wahrsager*innen, um sich ihre künstlerische und finanzielle Zukunft vorhersagen zu lassen. Die gegebenen Antworten sind in ihrer Arbeit aus dem Off zu hören und treten mit einem mystischen Chor in den Dialog. Dadurch vermittelt die Künstlerin die prekäre Situation von Künstlerinnen und Künstlern, aber auch die gesellschaftlichen Kriterien von Erfolg und Scheitern.

Samantha Gora verleiht Alltagsgegenständen durch Kontextverschiebung eine neue Form, wodurch sie die Frage thematisiert, was das Objekt zum Kunstwerk macht. Dabei beziehen sich einige ihrer Werke direkt oder indirekt auf die Arbeiten männlicher Künstler, deren Ideen sie »stiehlt« und feministisch abwandelt. Durch die Aneignung der Idee und ihre Reinterpretation stellt sie die Frage nach der Repräsentationsmacht.